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Software-defined Germany

Software ist heutzutage eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Wertschöpfung, wissenschaftliche Exzellenz und digitale Souveränität. Doch Deutschland hinkt beim Thema Software stark hinterher – und verliert dadurch an Wettbewerbsfähigkeit und strategischer Unabhängigkeit.

Software ist Grundlage digitaler Wertschöpfung, wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlicher Gestaltung. Dennoch wird sie in Deutschland häufig als technisches Nebenprodukt behandelt – in Förderlogiken, im Bildungssystem und auch in der akademischen Praxis. Während andere Länder Softwareforschung strategisch fördern, staatliche Aufträge zur Innovationsentwicklung nutzen und den Transfer in die Wirtschaft systematisch unterstützen, fehlt hierzulande eine koordinierte Gesamtperspektive. Gerade die Informatik-Community und die Wissenschaft tragen Verantwortung: Sie prägen, wie Software gelehrt, erforscht und öffentlich verhandelt wird und welche Qualitätsstandards von Software, auch KI-generiert, gewährleistet werden muss. Wer Software weiterhin nur als Werkzeug von technischen Expert*innen versteht, gefährdet Innovationsfähigkeit, Reproduzierbarkeit von Forschung und digitale Souveränität. Es ist Zeit, Software als zentrale Ressource von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ernst zu nehmen.

Software-defined Germany ist ein übergreifender Ansatz, der die Rolle von Software als Schlüsselressource für Innovationsfähigkeit, Wettbewerbsstärke und digitale Souveränität neu definieren soll. Es ist ein Appell an Politik und Wissenschaft, Software endlich als strategischen Kern unserer Zukunft anzuerkennen. Zugleich ist es ein Appell an die Informatik-Community selbst: Denn wer Software entwickelt, trägt Verantwortung für digitale Abhängigkeiten, Innovationsfähigkeit und gesellschaftliche Gestaltungsspielräume.

 

„Wir dürfen Software nicht länger als technische Randnotiz sehen, sondern als fundamentalen Bestandteil unserer Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre – und damit als Schlüssel zur digitalen Souveränität unserer Gesellschaft.” – Christine Regitz, GI Past President

Kontakt

Portrait von Christine Regitz auf weißem Hintergrund mit gelber Kachel

Christine Regitz

E-Mail: christine.regitz@gi.de


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Pressemitteilung
KI-basiertes Software-Engineering bietet enorme Produktivitätssprünge, kann aber auch zu ökonomischen Abhängigkeiten und technischen Risiken führen.…
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